Freitag, 17. März 1916 – Verschollen in Amerika

Verschollenheitsrufe.

633) Das Bezirksgericht Sargans hat auf das Begehren der Eventualerben der nachstehend genannten Impetraten die Eröffnung des Verschollenheitsverfahrens beschlossen gegen:

1. Johannes Giger, geboren 3. März 1848, von Quarten, Sohn des Josef Giger und der Katharina, geb. Pfiffner, in den 80er Jahren nach Amerika ausgewandert;

2. Josef Melchior Linder, geboren 17. Dezember 1819, von Tscherlach, im Jahre 1866 nach Amerika ausgewandert;

3. Josef Heinrich Gall, Lehrer, geboren 18. Januar 1833, von Berschis, und dessen Ehefrau Aloisia, geb. Walser, geboren 26. April 1844, und deren Kinder Josef Heinrich Aloisius, geboren 20. Mai 1869, und Josef Heinrich Jakob, geboren 12. März 1871, seit 1872 nach Amerika ausgewandert.

Es werden diese Genannten und alle, die über deren Verbleib Nachricht geben können, aufgefordert, binnen Jahresfrist seit dieser Auskündung, bezw. bis zum 15. September 1916, sich beim Bezirksgerichtspräsidenten von Sargans, in Ragaz, zu melden, andernfalls solche als verschollen erklärt würden.

Mels, den 16. März 1916.

Bezirksgerichtskanzlei Sargans.

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ZA 001 (Verschollenheitsrufe im Amtsblatt für den Kanton St.Gallen, 91. Jg., Bd. I, Nr. 11, S. 473) und Mag I 108 (Ratgeber für Auswanderer von 1912)

 

hinterlasse einen Kommentar