Feuerwehr St.Gallen

Freitag, 28. April 1916 – Kantonale Liegenschaft für die städtische Feuerwehr

Nicht nur Emma Graf, die hörbehinderte Schülerin der Taubstummenanstalt St.Gallen hatte an diesem Tag zu schreiben, sondern auch der Staatsschreiber, der das Protokoll der Regierungsratssitzung verfasste. Das Kollegium befasste sich unter anderem mit der Vorbereitung der Maisession des Grossen Rates (Nr. 1007), der Einführung einer obligatorischen Krankenversicherung (Nr. 1008) und einem Stipendium für Verena Kriemler von Speicher, die sich an der Frauenarbeitsschule St.Gallen ausbilden liess (Nr. 1015). Ausserdem beriet sie nochmals den Fall des Wirtes in Lichtensteig, dessen Schweineställe starke Geruchsbelästigungen für die Nachbarschaft auslösten (Nr. 1016, vgl. Blogbeitrag vom 9. Februar). Neben diversen weiteren Geschäften befand die Regierung auch über einen Tarif für ärztliche Leistungen und Arzneimittel (Nr. 1020) und einen Mietvertrag mit der städtischen Feuerwehr im alten Zeughaus (heute Nordflügel des Regierungsgebäudes, vgl. Beitragsbild, Nr. 1023). 

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und ZMB 15/1.04 (Bild Stadtfeuerwehr St.Gallen)

 

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