Gewerbeschule St.Gallen mit uniformierten Schülern

Montag, 15. Mai 1916 – Auch die Regierung tagt

Nicht nur der Kantonsrat tagte am 15. Mai, sondern auch der Regierungsrat. Er behandelte in zwei Sitzungsteilen eine ganze Reihe von Geschäften. Insbesondere diskutierte er über das kaufmännische und das gewerbliche Fortbildungswesen (Nrn. 1179 und 1180), aber auch über den Werkunterricht für Knaben in der Volksschule: Die Vorurteile, denen der Handfertigkeitsunterricht anfänglich so mannigfach ausgesetzt war, gehen sichtbar zurück, und es mehren sich die Reihen derer, die in der Knabenhandarbeit eine wertvolle Ergänzung des allgemeinen Schulunterrichtes erblicken. Von den Schulen, die bereits im Jahre 1913/14 den Handfertigkeitsunterricht in nennenswertem Umfange betrieben, haben denselben seither nur Rorschach, Rheineck, Wartau, Uznach und Rossreute noch nicht wieder aufgenommen. (Nr. 1181) Ebenso waren die freiwilligen hauswirtschaftlichen Kurse Thema regierungsrätlicher Beratungen (Nr. 1182).

Ausserdem befasste sich der Rat mit den Kommunalberichten zu den Gemeinden Tablat und Gams (Nr. 1183 und Nr. 1184), die das eine oder andere zu beanstanden gaben:

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und W 238/01.02-02 (Auszug aus einer Ansichtskarte: Gewerbeschulhaus St.Gallen mit uniformierten Schülern, ca. 1913)

 

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