Montag, 29. Mai 1916 – Frisches Wasser fürs Spital und Erholungsurlaub für Schwester Resignata

Die Spitalleitung hatte im Winter 1915/16 die Wasserversorgung des Krankenhauses erneuern lassen. Auszug aus dem Protokoll der Krankenhauskommission des Spitals Wattwil:

[…]

3. Quellenfassung im Hacktobel.

Es liegt ein Entwurf eines Vertrages vor zwischen Boesch, Landwirt, Hacktobel als Verkäufer und dem Krankenhaus als Käufer der im letzten Protokoll genauer bezeichneten Quelle,

Nach genauerer Bezeichnung der Sommermonate durch „Mai bis Ende August[“] betreffend Vergütung von allfälligem Kulturschaden, wird der Vertrag von der Kommission genehmigt.

Die Zuleitung des fraglichen Wassers hat inzwischen ebenfalls stattgefunden, sodass die Wasserversorgung des Krankenhauses wieder in Ordnung ist.

[…]

10. Gesuch betreffend Schwester Resignata.

Krankenschwester Resignata, welche schon 10 Jahre in unserm Krankenhause tätig ist, musste einen Erholungs Urlaub von 5 Wochen in Chur antreten. Einem gestellten Gesuch um einen Beitrag an den notwendigen Erholungsaufenthalt, wird entsprochen und Fr. 1.- pro Tag bewilligt.

[…]

Krankenschwestern waren notorisch überarbeitet. In historischen Quellen zum Betrieb von Spitälern ist immer wieder die Rede von Krankheiten und Urlauben dieser Berufsfrauen.

Krankenwagen

Staatsarchiv St.Gallen, B 010/1.1, Bd. 4 (Protokoll) sowie B 010/6.01-02 (Spital Wattwil um 1900; Fotografie von J. V. Baeny & Cie., Bern) und B 010/6.03 (Krankenwagen des Spitals Wattwil, um 1920; Fotograf unbekannt)

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