Donnerstag, 13. Juli 1916 – Bürostelle für die Tochter des Staatsschreibers

Auszug aus dem Protokoll der Betriebskommission der Buchdruckerei „Ostschweiz AG St.Gallen“:

[…]

2. Frl. Maria Müller hat am 6. Juli die provisorische Stelle für [die erkrankte] Frl. Ebneter auf dem Büreau der Buchhaltung angetreten und sich mit dem festgesetzten Monatssalair von fr. 80.– einverstanden erklärt. Die Lohnauszahlung an Frl. Ebneter wird mit dem 8. Juli sistiert.

Maria Müller

Fräulein Ebneter war erkrankt und hatte sich auf ärztliche Anordnung für mindestens acht Wochen in Arosa einer Kur zu unterziehen. Sie hatte schon im Jahr 1915 lange Zeit krankheitshalber aussetzen müssen, damals war ihr aber auf freiwilliger Basis vom Arbeitgeber der volle Lohn ausbezahlt worden. Diesmal wurde ihr als Ersatz für den Lohnausfall nur versprochen, dass ihr die Stelle offen gehalten werde. Offenbar konnte sie ihre Stelle nach dem Kuraufenthalt wieder antreten, musste sich aber, wie das Protokoll der Betriebskommission vom 6. Dezember festhielt, erneut für 14 Tage beurlauben lassen.

Maria Müller war die Tochter des Staatsschreibers Othmar Johann Müller-Widmer (1859-1923).

Zur Familie Müller gehörten: Tochter Thesy Müller, Schwiegertochter Maria Müller-Seiler und Tochter Maria Müller (stehend, von links nach rechts), Ehefrau Mathilde und Othmar Müller-Widmer, Tochter Agnes und Schwiegersohn Alfons Ebneter-Müller (sitzend, von links nach rechts).

„Die Ostschweiz“ war die Nachfolgerin der Zeitung „Neues Tagblatt aus der östlichen Schweiz“. Sie erschien von 1874-1997 (Jg. 1 bis Jg. 124).

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, Wy 088 (Protokoll) und W 041/2.7.1 (Bild, Foto: Schmidt, St.Gallen)

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