Mittwoch, 19. Juli 1916 – Kostenlose Zeitungen für Soldatenstuben

Auszug aus dem Protokoll der Betriebskommission der Buchdruckerei „Ostschweiz AG St.Gallen“:

[…]

4. Vorlage des von der Buchhaltung verlangten Verzeichnisses über die Abonnenten mit Freiexemplaren. Im ganzen werden derzeit 253 Freiexemplare, incl. Tauschblätter, verabfolgt, dazu kommen 68 für die Soldatenstuben. Da es Vereine gibt, die 2-3 Freiexemplare beziehen, wird grundsätzlich beschlossen, an ein und dieselbe Vereinigung nur ein Exemplar gratis abzugeben. […]

5. Nachdem die Buchdruckerei Zollikofer für die Erstellung des reg.rätl. Amtsberichtes eine Teuerungszulage von fr. 200.– verlangt und die Ostschweiz für den Amtsblattdruck eine solche von zirka fr. 2200.– fordert, glaubt der Regierungsrat, in unserer Eingabe eine Ueberforderung erblicken zu müssen. Demselben wir durch eine Ergänzungsschrift mitgeteilt, dass die Arbeiten des Amtsberichts mit denjenigen des Amtsblattes in gar keinem Vergleichsverhältnis stehen und unsere Verlangen mit 12% ganz bescheidene, und sogar unter den absolut notwendigen Forderungen seien. Es wird dem Regierungsrat der Vorschlag unterbreitet, unsere Eingabe einer fachmännischen Ueberprüfung zu unterstellen, im Bewusstsein, dass letztere eher zu einer höhern statt niederen Zulage kommen müssen.

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, Wy 088 (Protokoll) und W 132/1-039 (Soldatenstube des Geb Sch Bat 8 (Gebirgs Schützen Bataillon 8) auf dem Umbrailpass, 1915)

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