St.Peterzell 1912

Donnerstag, 27. Juli 1916 – Potpourri an Themen für die Regierung

Erneut traf sich die Regierung ferienhalber in „abgespeckter Form“ als Gremium von nur vier Mitgliedern. Sie befasste sich mit der Wahl einer Hauswirtschaftslehrerin für die landwirtschaftliche Schule Custerhof in Rheineck (Nr. 1743), mit der Papierknappheit (Nr. 1744), mit Unfallentschädigungen für zwei Revierförster und einen Wegmachergehilfen (Nrn. 1745, 1746 und 1753), mit einer Holzschlagbewilligung für die Evangelische Kirchgemeinde St.Peterzell (Nr. 1747) und mit der Besoldung des Zeichnungslehrers im Seminar Mariaberg in Rorschach (Nr. 1748). Ausserdem erteilte die Regierung dem schweizerischen Justiz- und Polizeidepartement die Auskunft, dass das Grundbuch im Kanton St.Gallen trotz gegenteiliger Forderung im Schweizerischen Zivilgesetzbuch noch nicht eingeführt worden sei (Nr. 1749). Zur Verstärkung der Staatsanwaltschaft stellte sie den Juristen Dr. Max Ruth als Aushilfe ein. Letzterer gilt heute als führender Theoretiker der schweizerischen Flüchtlingspolitik während des Zweiten Weltkriegs (Nr. 1750). Diese und alle übrigen Beschlüsse des Regierungsrates finden sich hier nachfolgend: 

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, ARR B2-1916 (Texte) und W 276/08.06-02 (Ansichtskarte St.Peterzell, Edition Photoglob, Zürich, 1912)

Zu Dr. jur. Max Ruth-Studer (1877-1967) vgl. den Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D49106.php

 

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