Sonntag, 29. Oktober 1916 – Die Flumser wollen keine Turnhalle

Der Vorstand des Kantonalturnverbands trifft sich im Kaufmännischen Vereinshaus in St.Gallen zur Sitzung:

[…]

II. Verkehr mit turnerisch. Organen.

[…]

2. Der Turnverein „Flums“ übermittelt neben einem Begleitschreiben vom 27. Oktober verschiedene Akten über das Legat „Major Spörry sel.“ zwecks Bau einer Turnhalle in Flums. Aus diesen ergibt sich, dass der Schulrat von „Flums-Dorf“ mit Ermächtigung der Erben des Genannten, bezw. Herrn Dr. Helbling in St.Gallen, bereits endgültig eine anderweitige Verwendung des inzwischen auf mehr als 6000 Franken angewachsenen Fonds vorgesehen hat. Der Turnverein Flums ist inzwischen auch an den Testamentsvollstrecker, Herr Dr. Jakob in Basel gelangt, dem der Kantonalvorstand bereits im April 1916 die ihm erstmals vom Turnverein Flums eingereichten Beschwerden überwiesen hatte. Eine Antwort des Letzteren auf die neuliche Beschwerde liegt jedoch nicht vor. Der Vorsitzende bedauert, dass in Flums solche Anstrengungen gemacht werden, um den Bau einer Turnhalle verhindern zu können. Der Vorstand erwartet zunächst die Antwort des Herrn Dr. Jakob, ehe die Angelegenheit weiter verfolgt wird.

[…]

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, Wy 090 (Kantonalturnverband St.Gallen, Auszug aus dem Protokoll des Vorstands) und W 238/04.05-05 (Festpostkarte zum zweiten Rheintal-Oberländischen Turnfest von 1910 in Grabs)

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