Freitag, 8. Dezember 1916 – Beileidschreiben an eine verwitwete Lehrersfrau

Kanzlei [des Erziehungsdepartements]

8. Dez. 1916

An Frau Anna Giger, geb. Kästli, in Weite-Wartau.

Sehr geehrte Frau Lehrer!

Wir bezeugen Ihnen unser herzliches Beileid zum Hinschied Ihres geliebten Ehemannes, des Herrn Lehrer Jakob Giger sel.

Beigelegt erhalten Sie die Pensionsurkunde der kantonalen Lehrer-Pensionskasse. Sie beziehen vom 20. Nov. 1916 an die statutarische Jahrespension von 250 Fr. Diese wird halbjährlich mit 125 Fr. im Jänner und Heumonat [Juli] bezahlt. Im nächsten Monat gibt es für die Zeit vom 30. Nov. bis 31. Dez. 22 Fr. – Hiefür ist es nötig, dass Sie den hier beiliegenden Lebensschein in Azmoos bald dem Zivilstandsbeamten Jahn oder Stellvertreter Frey abgeben, der das weitere besorgen wird.

Erst im Januar, wenn der Schein mit den 22 Fr. kommt, müssen Sie unterzeichnen, nicht vorher.

Hochachtend,

D. Dütschler, Sekretär.

Beilagen,

erwähnt.

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, KA R.130 B 2 (Copie des lettres, Beileidsschreiben an die Witwe eines Lehrers) und W 238/04.09-08 (Ansichtskarte von Wartau um 1900, Verlag Geser & Co., St.Gallen)

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