Amtsblatt

Freitag, 19. Januar 1917 – Verschollen, aber nicht vergessen

Im Amtsblatt vom 19. Januar 1917 publizierte das Bezirksgericht Tablat folgende zwei Verschollenheitsrufe:

1. Elisabeth Dürr, geb. Weidmann, von Lufingen, Kt. Zürich, geboren den 14. März 1842, Tochter des Melchior Weidmann und der Barbara, geb. Matzinger, im Jahre 1889 nach Amerika ausgewandert und seither nachrichtenlos abwesend.

2. Jakob Haselbach, von Altstätten, Kt. St.Gallen, geboren den 1. August 1861, Sohn des Johann Josef Haselbach und der Franziska, geb. Stärkle, im Jahre 1891 nach Amerika ausgewandert und seit 1907 nachrichtenlos abwesend.

Die Genannten und alle, die über den Verbleib derselben Auskunft geben können, werden hie[r]mit aufgefordert, sich binnen Jahresfrist seit dieser Auskündung beim Bezirksgerichtspräsidium Tablat zu melden, andernfalls die Verschollenheitserklärung ausgesprochen würde.

Ausserdem stellte das Waisenamt der Stadt St.Gallen mit Datum vom 12. Januar 1917 folgende Person unter Vormundschaft:

Arnold Pfeiffer, Mechaniker, geboren den 12. September 1889, von St.Gallen, Sohn der verstorbenen Eheleute Robert Arnold Pfeiffer und der Auguste, geb. Meister, zurzeit landesflüchtig und sich vermutlich in Deutschland aufhaltend, wird gemäss Art. 371 ZGB [Zivilgesetzbuch] und Art. 93 EG zum ZGB unter Vormundschaft gestellt.

Als dessen Vormund wird bestellt Alfred Engler, Bürgerspitalverwalter, in St.Gallen.

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Quelle: Staatsarchiv St.Gallen, ZA 001 (Amtsblatt für den Kanton St.Gallen, 19.01.1917, S. 106f.)

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