Freitag, 31. März 1916 – Keine fremden Flieger im Schweizer Flugraum!

Mitteilung an die tit. Bezirksämter & Polizeiorgane des Ktns. St.Gallen.

Gemäss Mitteilung des Territorialkommandos VII ist laut Befehl des Chefs des Generalstabes vom 21. dieses Monats der den schweizerischen Fliegern vorbehaltene Flugraum, soweit er für den 7. Territorial-Kreis in Frage kommt, durch folgende Grenzlinie umschrieben:

Winterthur-Wil-St.Gallen-Altstätten-Rheintal-Reichenau.

St.Gallen, den 31. März 1916

Das Polizei- und Militärdepartement des Kantons St.Gallen

der Regierungsrat:

Maechler.

Karte Division

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Karte der Truppenordnungen von 1912. Diese Spezial-Karte der Schweiz ist gegliedert durch einen farblich differenzierten Eintrag der sechs Divisionen sowie weiterer nummerierter Unterteilungen, insbesondere jene der in die Divisionen inkorporierten Regimenter.

Die Divisionen setzten sich in erster Linie aus Wehrmännern des „Auszugs zusammen“, d.h. aus einer Auswahl der Wehrpflichtigen, welche die militärische Hauptlast trugen und als offensiv einsetzbares Kampfmittel dienen sollten. Defensiven Charakter hatten demgegenüber die Landwehr und der Landsturm.

Die Territorialkommando-Regionen, welche vorwiegend administrative und koordinierende Aufgaben erfüllen mussten, sind auf der Karte hingegen nicht eingezeichnet.

Am gleichen Tag traf sich auch die St.Galler Kantonsregierung zu einer Sitzung. Sie behandelte unter anderem den Kommunalbericht zur Gemeinde Muolen, der einiges an der Gemeindeverwaltung zu beanstanden hatte (Nr. 802). Man wird aus den Einträgen oft gar nicht klug, heisst es beispielsweise zur Gesundheits- und Feuerkommission:

Quellen: Staatsarchiv St.Gallen, KA R.102-1a-4 (Kreisschreiben des Regierungsrates des Kantons St.Gallen) und KPH 7/51 (Karte) sowie ARR B2-1916 (Regierungsprotokolle)

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